Mit zunächst Erstaunen, dann wachsendem Entsetzen mussten wir feststellen, was sich unter dem Begriff Grenzwissenschaften alles so tummelt.

Von der breiten Öffentlichkeit fast nicht wahrgenommen, wuchert eine Szene, die einem kaum mehr überblickbarem Dschungel von fantastischen Vorstellungen gleicht.

Die Devise: Jeder kann behaupten, was er will. Naturgesetze und gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse spielen keine Rolle.

 

Wir wollen zeigen, dass dies letztendlich für die Grenzwissenschaft nicht gut ist.

 

Bitte uns nicht missverstehen, wir haben nichts gegen Fantasy oder Science Fiction. Es sollte auch in der Literatur das draufstehen, was drinnen ist. - Denn was allen gesicherten Erkenntnissen widerspricht, sie ignoriert, hat mit Realität nichts zu tun.

 

Als im 17. Jahrhundert die Naturwissenschaften anfingen, dem Aberglauben und krausen religiösen Vorstellungen gesichertes Wissen gegenüber zu stellen, dachte wohl niemand, dass Aberglauben einmal wieder so stark, ja stärker als je zuvor zurückkehren würde.

 

Es war zunächst die Mathematik und Astronomie, die das heliozentrische Weltbild schuf und die Erde als Mittelpunkt des Sonnensystems abschaffte, die Vorstellungen der Kirche zurechtstutzte.

 

Dann zeigte die erstarkende Geologie, wie die Erde funktionierte und wie das Leben entstand.

 

Wieder kam die Astronomie zum Zuge: Man erkannte, dass die Erde und ihre Sonne nur ein Sonnensystem in der Milchstraße darstellt. Bald darauf konnte sie zeigen, dass selbst die Milchstraße nur als eine unter Milliarden anderen des Universums existiert.

 

Dann kam die Genetik. Rasch wurde gezeigt, wie die Lebewesen verwandtschaftlich zusammenhingen. Manche Aussagen der Geologie und der Paläontologie wurden so gefestigt. Fossilien, auf die sich zuerst alles stützte, dienen nur noch als Gerüst.

Dazu gehört auch der Mensch. Sein Genom liegt nun klar da, sein biologischer Ausweis auf dem Planeten Erde.

 

Nun unsere Frage: Was sind das für Leute, die all diese Erkenntnisse - zum Teil Naturgesetze! - ignorieren und wild ohne sie zu beachten drauflos fantasieren?

 

Brauchen Menschen Märchen? Brauchen sie Freiräume, um dem Alltag zu entfliehen?

Sicherlich ja.

Doch Märchen vermitteln Weisheiten, Lebensklugheit, geglegentlich auch Wissen, das den jeweiligen Obrigkeiten zuwider lief.

Aber was nützt  eine Behauptung, die die Naturgesetze überhaupt nicht berücksichtigt? Was, wenn fadenscheinige und plumpte Behauptungen gemacht werden um etwas Sensationelles zu proklamieren?

Für die Behaupter nützt es schon etwas. Sie bekommen Publicity, verdienen an Bestsellern, kurbeln  Business, besonders Tourismus an.

 

Man greift längst überholte, ja völlig widerlegte Thesen auf und spinnt deren verdrehte Fäden einfach weiter.

Warum?

Aus Bequemlichkeit? Oder um im Schatten eines Großen, nehmen wir Sitchin als Beispiel, als Trittbrettfahrer mitzureisen. Das kommt uns vor, als ob jemand an einem löchrigen Boot trotzdem einen Außenborder anbringt, um zur See zu fahren.

 

 

Da wird die Menschheit von Außerirdischen genetisch manipuliert, um tolle Thesen aufzustellen. Was die Genetiker dazu zu sagen haben, interessiert überhaupt nicht.

 

Da werden Berge auffallend eloquent und publikumswirksam als Pyramiden ausgegeben, dessen natürliche Entstehung jeder Geologiestudent als natürliche Entstehungen erklären kann. Auffälligerweise wird gleichzeitig ein profitabler Tourismus angekurbelt.

Viele Interessierte, darunter auch von der Presse, werden grob getäuscht. Man kann nicht Fachmann oder Fachfrau auf allen Gebieten sein, da unterliegt man einer solchen Orgie an Schwindlerei, einer schon wagnerianischer Täuschungs-Symphonie.

 

In der modernen Version werden sogar durch Schwingung, Schallwellen genügen,  die DNA erzeugt.  Und so wird klar, wie die Anunnakis die "Urmenschen" zu ihren Gunsten programmiert hätten. Und mit ebensolchen Schwingungen wird Gold aus Südafrika ins All gebeamt... und von wo aus? - Von Steinzeitsiedlungen, Alter ca. 100.000 Jahre.

Und der Erzähler über dieses Wissen wundert sich, warum in der Kalahari so viele Siedlungen sein konnten, da wo heute Wüste vorherrscht. Klar, die Archäologen geben nur Schwindeldaten heraus.

Wir würden ihm gern Auskunft darüber geben, denn wir betreiben keine Mecker-Ecke, sondern ein Forschungszentrum und darin auch Klimageschichte.

 

Darauf kurz eingegangen: Die DNA hat sich vor etwa 3,8 Milliarden Jahren entwickelt. Ein Prozess, der über Millionen von Jahren stattfand. Einfach auf eine Glocke zu hauen oder einen klingenden Stein, um spontan DNA zu erzeugen, ist mehr als Gauklerei, das ist Bauernfang vom Raffiniertesten.

 

Ich werde einmal persönlich: Haben mir meine Lehrer in der Schule und meine Professoren an der Uni Blödsinn gelehrt? Haben sie mich hinters Licht führen wollen? Waren wir nur ein Deppen-Klub?  Wozu werden Universitäten betrieben, Geld für die Forschung ausgegeben?

 

Was gegen mein Fachgebiet, Geologie und Paläontologie so grob verstößt, darf ich dazu schweigen?

Den meisten Wissenschaftlern - ich spreche aus Erfahrung - ist die so genannte Grenzwissenschaft so suspekt, dass sie sich überhaupt nicht darum kümmern. - Und gerade deswegen verwildert die Szene immer mehr.

 

Wie wird in der Wissenschaft Wildwuchs, das ins Kraut Schießen von Vorstellungen verhindert? - Durch Diskussion, durch Kritik. Nur was der Kritik schließlich standhält, kann man als tatsächlich, als wahr annehmen.

 

Was Geologen und Paläontologen zu Mysterien in der Geschichte zu bieten haben, das bewiesen Professor Dr. Alexander Tollmann und seine Frau Dr. Edith Tollmann in ihrem viel beachteten Buch "Und die Sintflut gab es doch Vom Mythos zur historischen Wahrheit".

Auch das Thema Atlantis wurde darin behandelt. Von vielen Seiten, doch seriös behandelt.

 

Wenn jemand immer noch einen Kontinent Atlantis aus dem Atlantik verschwinden lässt, auf welche Art auch immer, zeigt lediglich, dass er ein der Geologie Unkundiger ist.

Wer einen Kontinent Atlantis einfach aus dem Atlantik zum Südpol rutschen lässt, ein Herr Hapgood ist gemeint, hat von Geologie, besonders Plattentektonik, nicht die geringste Ahnung.

Man kann entschuldigen, dass zu Zeiten Hapgoods die Plattentektonik noch nicht bekannt war, doch wer das heute, im 21. Jahrhundert immer noch so handhabt, ist lediglich ein wissenschaftliches Fossil.

Oder aber...? Jemand will bewusst täuschen, Sand in die Augen streuen, hart ausgedrückt, lügen und betrügen. - Und damit tut er der Grenzwissenschaft einen Bärendienst.

 

In unserer Lesart ist Grenzwissenschaft tatsächlich eine Wissenschaft an der Grenze: Nämlich an der Grenze vom Bekannten zum Unbekannten. Selbstverständlich auch an der Grenze vom Erklärbaren zum Unerklärlichen. Aber nicht ein wildes Meinungs- und Vorstellungs-Sammelsurium, das vom Nebelland ins Dunstland führt. Nowhereland...

 

Sollten Sie Schwierigkeiten haben, sich bei Projekten, die durchaus kostspielig sind, nicht auskennen, dass Sie nur auf Behauptungen angewiesen sind, kontaktieren Sie uns. Wir helfen gern.

 

 

Aber auch die offiziellen Stellen benehmen sich unter dem Aspekt Forschung nicht korrekt.

Was wir unter dem Tunguska Event an Lösungen gefunden haben, erscheint uns an den Haaren herbeigezogen. Augenzeugenaussagen werden völlig übergangen. Da lässt man eine Methan-Fackel in den Himmel steigen, obwohl Augenzeugen einen "Feuerball" auf einer ziemlich flachen Flugbahn klar gesehen hatten.

Eine Untersuchung nach über 100 Jahren ist nicht korrekt. Wir geben Beispiele:

Da wird der Tscheko See als impact crater ausgegeben, obwohl die Sedimentschichten viel zu dick sind. 100, pardon 109 Jahre Sedimentation in diesem See bringt lediglich eine nur wenige Zentimeter dicke Schicht zuwege.

Und Klein-Meteoritenfunde nach 100 Jahren sind nicht beweiskräftig. Die Erde bekommt schließlich jedes Jahr etwa 20.000 t Meteoriten-Materie dazu. Aber das stört manche Forscher überhaupt nicht....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Etwas mehr zu den Geister-Kontinenten:

 

Immer noch spuken Geister-Kontinente wie Mu oder Lemuria herum.

Wer Ihnen solche Kontinente samt den verschwundenen Zivilisationen auftischen will, ist ein vorvorgestriger Fantast - oder ein Belogener, ein Getäuschter.

Wenn er dann auch noch mit uralten Kontinentalverschiebungen argumentiert, dann sagen Sie ihm, dass diese Verschiebungen innerhalb Millionen von Jahren geschehen. Vor so vielen Millionen von Jahren, dass es noch gar keinen Menschen geben konnte, geschweige eine Zivilisation.

 

An dieser Stelle müssen wir aufmerksam machen, dass wir ein Atlantis, das legendäre Atlantida, sehr wohl anerkennen, schließlich suchen wir ja auch danach, heißen sogar auch so. Aber Atlantis war kein Kontinent. Es war lediglich eine große Insel.

 

Wahrscheinlich gibt es auch bisher nicht entdeckte Kulturen, die Hochinteressantes versprechen - aber bitte nicht auf Geisterkontinenten.

 

Nun zum Fall Lemuria.

Eine unsägliche Geschichte... Unter Lemuren verstanden die ersten Zooologen des 19. Jahrhunderts Halbaffen aus Madagaskar. Dort haben sie sich fast so gut wie endemisch erhalten. Früher waren sie recht weit verbreitet gewesen. Auf dem ehemals zusammenhängenden Festland, gibt es sie fast nicht mehr. Dieses Festland ist aber weder verschwunden noch versunken.  Es ist zum Teil getrennt worden und die Teile begannen gemäß der Plattentektonik zu wandern.

Ein Lemuria, jedenfalls ein erdgeschichtliches, hat es nie gegeben. Das wurde von so genannten Esoterikern, wie auch leider Madam Blavatsky von der Theosophischen Gesellschaft, missverstanden.

 

Genauer: In die Welt setzte die Vorstellung von Lemuria 1864 der Zoologe und Tiergeograph Philip Sclater mit seinem Artikel "The Mammals of Madagascar", den Lemuren und anderen Arten von Primaten. Er spekulierte über eine Landbrücke.

Verschärft wurde alles vom Evolutionsbiologen Ernst Haeckel in seiner "Natürlichen Schöpfungsgeschichte". Er sah ebenso eine versunkene Landbrücke  und zwar zwischen Indien, Madagaskar und Afrika. Dorthin setzte er auch den Ursprung des Menschen - was sich nach 200 Jahren auch als richtig herausstellte.

"Vielleicht war aber auch das östliche Afrika der Ort, an welchem zuerst die Entstehung des Urmenschen aus dem menschenähnlichen Affen erfolgte; vielleicht auch ein jetzt unter den Spielgel des indischen Oceans versunkener Kontinent, welcher sich im Süden des jetzigen Asiens einerseits östlich bis nach den Sunda-Inseln, andererseits westlich bis nach Madagaskar und Afrika erstreckte."

Vielleicht!

Bereits in der 9. Auflage seiner "Natürlichen Schöpfungsgeschichte" von 1897 korrigierte Haeckel seine Spekulation und verwarf sie als inzwischen veraltet.

Doch Esoteriker und Science Fiction Autoren griffen erfreut das Thema auf - natürlich unkorrigiert.

 

Aber auf den Informationsstand von Vorvorgestern achtete niemand.

Spätestens in den 1960-er Jahren mit der Plattentektonik konnte gezeigt werden, dass Kontinente niemals einfach versinken können.

Kontinente oder kontinentale Kruste, im wesentlichen aus Granit, schwimmen gleichsam auf den schwereren Gesteinen des Erdmantels.

 

Nun haben wir die folgende Situation: Auf einem Kontinent, der geologisch nie hatte sein können, setzten Fantasten auch noch eine Zivilisation. Ein Märchenschloss in der Luft, bewohnt von Geistern.

 

Eine Konkurrenz-Zivilisation Lemuria zu Atlantis zu behaupten oder Mu, brachte jedenfalls Professor Tollmann, er leitete das Geologische Institut der Uni Wien,  zu Heiterkeitsausbrüchen.

 

Wahrheit hat immer etwas mit Maß und Zahl zu tun. Vor allem mit Logik. Daher auch im Falle der Geister-Kontinente mit Jahren. Wer mysteriöse Stätten flugs zu anderen auf unterschiedlichen Kontinenten zusammenbringen will, verrät nur seine Unkenntnis in Geologie und besonders in Plattentektonik.

 

Nun zu den Riesen - die es ja auch auf Atlantis gegeben haben sollte.

Ich wurde Zeuge, wie jemand seinen Zuhörern einen gut 1,80 m großen Fußabdruck eines Menschen und dazu noch obendrein ein 7,60 m langes "humanoides" Slelett verkaufen wollte.

Dass jede Universität nur gelacht hätte, war ihm wohl klar, denn dort hat er es erst gar nicht versucht. Aber er hätte zuvor seinen Arzt oder einen Chirurgen fragen sollen, ob der menschliche Bauplan eine solche Größe überhaupt zulässt.

Wie groß müsste ein Schiff sein..., wie viel isst so ein Gigant...?

...machen Sie einmal für den 7,60 m-Riesen einen Trinkbecher, einen Teller, einen Topf... hat man je etwas davon gefunden?

 

Doch wie gesagt, wen Wahrheit mit Maß und Zahl nicht interessiert, der predigt frei von der Leber weg. Der fischt mit fadenscheinigen Netzen und obendrein im Trüben.

 

Wir geben hier etwas Neues aus: Leben ist Wahrheit.

So ist auch Wahrheit etwas, das Menschen suchen. Sie hätten nichts davon, wenn Ihnen Ihre Fantasie im Gebirge einredete, sie hätten Flügel und Sie könnten sich die mühsame Geherei und Kletterei jetzt sparen, einfach nur die Flügel ausbreiten... Sie hätten auch nichts davon, wenn jemand Ihnen weißmachen wollte, Brot bekommen Sie beim KFZ-Mechaniker und das lädierte Auto richtet der Bäcker.

 

Übrigens, das Benzin, mit dem Sie Ihr Auto fahren, das Motoröl, ja das ganze Eisen, aus dem das Fahrzeug besteht, haben zuvor Geologen gefunden, dann haben es andere Wissenschaftler zu einem Auto gemacht. Ohne die Gesetze der Geologie zu befolgen, ohne die Erdgeschichte zu berücksichtigen, hätten Geologen nichts gefunden, hätten Sie jetzt kein Auto. - Bitte korrigieren Sie auch die veralteten, unrichtigen Geo-Fantasien von Geister-Kontinenten.

Hart ausgedrückt: Da ja Geologen lügen, die Wissenschaften sowieso, wie die Besserwisser ausgeben, geben Sie doch Ihr Auto zurück. Es kann ja gar nicht fahren, alles nur eine Lüge. Oder?

 

Es ist wirklich schön, wenn viele Menschen forschen - aber man sollte das bisher Erforschte und Gesicherte berücksichtigen. - So werden Grenzwissenschaften fruchtbar sein, allen helfen. Machen Sie mit?

 

 

 

Lemuria, das Musterbeispiel von Missverständnis und Spekulation- ohne die Plattentektonik zu berücksichtigen
Lemuria, das Musterbeispiel von Missverständnis und Spekulation- ohne die Plattentektonik zu berücksichtigen

Die graphische Trickkiste:

 

Wie das Bild oben zeigt, bedient man sich von Aufnahmen von Geo-Satelliten. Sofort wird Echtheit übermittelt. Ein Laie kann gar nicht erkennen, dass in der ausgezeichneten Aufnahme Spekulations-Wissen auf dem Stand von 1864 erscheint.

Alter Wein in neuen Schläuchen. Aber selbst der alte Wein ist längst schon Essig...

Ähnlich verhält es sich bei den Darstellungen diverser Entdecker. Man arbeitet mit Geometrie. Da schmeicheln tolle Gebilde von Dreiecken, Kreisen, Spiralen und Winkel-Beziehungen, die aber nichts beweisen.

Was ist dahinter?

Von unbewiesenen, lediglich vermuteten Beziehungen und Zusammenhängen wird ausgegangen und ganz toll konstruiert. Bis das Konstrukt einleuchtend erscheint.

Warum?

Es soll Wissenschaftlicheit vorgetäuscht werden.

Schließlich ist der Mensch ja ein Augen-Wesen.

 

Die Begriffs-Trickkiste:

 

Nun kommen wir zu den Zutaten, die stets einen Kuchen diverser Entdecker erzeugen. Allerdings einen für kritisch denkende Menschen unverdaulichen.

Stets tauchen die gleichen Begriffe auf: Energie, Schwingung, Hyperraum, Quanten-Physik, Anomalie, Verwerfung. Zeit-Effekte sind auch beliebt.

Natürlich gibt es das Aufgezählte. Doch die Art und Weise, wie es gehandhabt wird, sollte näher untersucht werden.

Anomalie. Gut, gibt es, aber bezüglich zu was? Einfach nur den Begriff zu nennen, ohne näher dazu einzugehehn, verrät bereits die Vortäuschung. Soll wissenschaftlich klingen.

Letztens war ich mit einer Anomalie konfrotiert: an einer meiner Hosen ging eine Naht auf. Dies war disbezüglich des korrekten Bauplans der Hose eine Anomalie.

Energie:

Okay, aber was für eine? Elektrische, elektromagnetische, Wärme, potentielle, Atomenergie, chemische, Vacuum-Energie...?

Dann die Einheiten:

Wieder kommen wir zu Maß und Zahl. Auf diesem Gebiet können sich einem Naturwissenschaftler die Haare aufstellen.

Man könne das Wetter manipulieren....

Okay, vielleicht Regenmacher, es gibt Berichte, dass es einige Indianer schaffen.

Greifen wir tüchtig zu: Hurrikan.

Wer einen Hurrikan mit irgendwelchen Sendern erzeugen will, sollte sich klarmachen, dass dazu ein wenig Energie notwendig ist - nämlich 60 x 10hoch 14 Joul oder Watt/Sekunde. Anschaulicher: das 200-fache der weltweiten Energieproduktion. Noch klarer - geht nicht!

Ein familiäres Beispiel: Es wäre so, als wollte ein 9-jähriger Ihnen weißmachen, er habe mit seiner Wasserpistole einen Dinosaurier zur Strecke gebracht.

Fazit: bleiben Sie erwachsen, wenn wieder einmal jemand Ihnen einen Manipulations-Horror verkaufen will.

 

Immer wieder hören wir, dass es Geräte geben soll, die durch gesendete Energien Erdbeben auslösen können.

Sehen wir näher hin: Um ein Erdbeben der Magnitude 7 zu erzeugen, was jeden Monat zu verzeichenen ist, benötigte man eine Auslöse-Energie von 475.000 Tonnen TNT oder 38 Atombomben des Hiroshima-Typs.

Seltener, aber jedes Jahr ereignen sich Beben der Stärke 8. Dazu wieder bräuchte man 15.000.000 Tonnen TNT oder 1.200 Atombomben des Hiroshima-Typs.

Fazit: Eine Sendeanlage, wie auch immer benannt, wie auch immer betrieben, müsste diese Energien senden können!

Bitte aufwachen - das ist völlig unmöglich!

Oder doch, in Star Wars, aber das ist Science Fiction.

 

Seit Star Wars erblühen ja ganz tolle Vorstellungen in den Räumen der Grenzwissenschaften.

 

der Hyperraum...

Klar, den kennt jeder. Da wird die Lichtgeschwindigkeit verarsch.. pardon, ausgetrickst , intergalaktische Distanzen, Lichtjahre spielen überhaupt keine Rolle mehr. Greift ein Gegner an, auf einen Knopf gedrückt, flutsch ab in den Hyperraum. Weg.

Es hätte sich Dr. Bernhard Riemann nie im Leben träumen lassen, was er im Rahmen eines Habilitations Vortrags 1854 in die Welt setzte: Den Hyperraum.

Den brauchte er als Mathematiker, um seine Geometrie gekrümmter beliebig dimensionierter Raume zu erhalten.

ZUM RECHNEN!

Wer mit Hyperraum argumentiert und den für pysikalisch real hält, reitet real auf dem Einhorn.

Nennen Sie ihn besser Hollywood Space oder Heaven of Science Fiction. Paradise of Dreamers wäre auch gut.

 

An dieser Stelle: Nein, ich bin kein Spielverderber. Jeder der mich kennt, wird das bestätigen. Ich finde nur, man sollte Fiction nicht mit Reality verwechseln.

Aus diesem Hyperraum kamen ja auch die Anunnakis des Herrn Sitchin... Bitte, wer über eine Raum-Technologie verfügt, um von weit draußen die Erde zu besuchen, der benötigt keine Sklaven, die ihm Gold zusammenkratzen. Das sind Franckenstein-Erzählungen.

Wer das aufbringt, hat von Bergbau keine Ahnung.

Die Korrektur dieses Unsinns lesen Sie am besten in "Sonnenbomben Die Lösung des Tunguska-Rätsels", da sind wir auf dieses Thema eingegangen.

 

Gehen wir einmal näher auf das Anunnaki-Problem ein. Zunächst stammt der Begriff aus der sumerischen Mythologie. sie sind die Götter der Unterwelt. Die der Oberwelt sind die Igigi. Streit ist ja bei allen Götterarten angesagt.

Doch wann?

Die Sumerische Kultur ist etwa 5000 Jahre alt. Zeitgleich zu den Ägyptern. Wie alt wohl ihre Göttervorstellungen waren? Sicherlich nicht älter als 10.000 Jahre.

Der Homo sapiens sapiens, entstand etwa vor 100.000 Jahren.

Um diese Zeit gab es ganz bestimmt noch keine mesopotamische Kultur, keine Sumerer.

Mir fällt schwer zu glauben, dass die Auseinandersetzungen der Anunnakis und der Igigi damals überliefert werden konnten. Da sind gut 90.000 Jahre dazwischen. Seltsam.

 

Aber zu Zecharia Sitchin. Bei ihm kamen die Anunnaki bereits vor 432.000 Jahren. Begreiflich, dass es da den Homo sapiens noch gar nicht geben konnte.

Also half Sitchin nach, er ließ sich die Himmlischen mit den Irdischen vermischen, denn dies ergaben die Keilschriftaufzeichnungen.

(Inzwischen hat er einen Epigonen, ebenso auf dem Informationsstand vor 1950, der Steinzeitsiedlungen - auch touristisch - als Anunnaki-Goldgewinnungsanlagen verkauft.

 

Sagen Sie das einem Genetiker.

Wenn der Sie nur auslacht, sind Sie gut davongekommen.

 

Ernüchternd: Bonobos, Schimpansen und Gorillas sind unser nächsten Verwandten auf Erden, das wurde durch die vollständige Erfassung des Genoms der genannten Arten 2005 bewiesen. Von einer Anunnaki-DNA keine Spur - es sei denn, die Anunnakis hätten Bonobos, Schimpansen und Gorillas ebenfalls zuvor genetisch manipuliert. Da diese Arten in schwer zugängigen Urwäldern lebten, dürfte dieses Unterfangen sehr schwer durchzuführen sein.

 

Sitchin ist das Paradebeispiel wie jemand mit Jahrzehntausendern und Hunderttausendern

beliebig spielt, Anthropologie übersieht, Historie, Erdgeschichte ebenso, Genetik im Besonderen.

Aber, er hat doch alles aus Keilschriften gelesen?

Wie denn?

Sitchin war kein Sumerologe, kein Keilschriftkenner, sondern engagierter Journalist.

Was dann von ihm astronomisch und astrophysisch fantasiert wird, lässt jeden modern informierten Naturwissenschaftler auflachen.

Mit Grenzwissenschaft, jedenfalls in unserer Lesart, hat das alles nichts zu tun, schadet nur, macht absolut unglaubwürdig.

Natürlich ist was dran - und das sollte auch erforscht werden, aber bitte nicht im Gauklerstil. Es ist ein großer Verdienst, dass Sitchin das Thema Sumer und Mesopotanien so populär gemacht hat. Doch jetzt muss aufgrund des modernen Wissens renoviert werden. Es wäre schade um die gute Pionierarbeit, die war mutig und großartig.

 

aktuelle Anmerkung: Im Internet wird der amerikanische Präsident Obama von Anunnaki-Fantasten als Reptiloider Anunnaki-Alien dargestellt - und wo hört dies auf?